"Aus Studien wissen wir, dass offenbar der Gerechtigkeitssinn der
Durchschnittsmänner nicht ausreicht, das Gendercaregap zu verringern,
sondern zwei Fakten vor allem zu einer gerechteren Verteilung von
Familienarbeit beitragen: 1) eine höhere Frauenerwerbsbeteiligung und 2)
ein höherer Anteil des Frauenverdienstes am Haushaltseinkommen. Das
heißt für mich, dass es neben dem Appell an Männer, sich mehr zu
beteiligen, immer noch mehr und passendere Kinderbetreuungsangebote
braucht (ein Rechtsanspruch auf einen Halbtagsplatz reicht nicht!) und
effektivere Maßnahmen gegen den Gender Pay Gap, der in Deutschland auch
immer noch unzumutbar hoch ist."

fotografa/berlin
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Anke Domscheit-Berg

Publizistin, Netzaktivistin, Unternehmerin, Beraterin des World Future Councils.
Autorin u.a. des Buches "Ein bisschen gleich ist nicht genug! Warum wir
von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind. Ein Weckruf"