Hannah Buchheister.

#Carearbeit meint nicht nur die Pflege hilfsbedürftiger Menschen, Care meint soviel mehr. Es sind die reproduktiven Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Pflegen, sich Kümmern, Erziehen. Diese Art der Fürsorge betrifft so viele Bereiche im sozialen Leben, dass ohne sie unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde. Doch auch heute wird der Herstellung eines Produktes ein höherer Wert eingeräumt als diesen Tätigkeiten.

So sind die Beschäftigten oft unterbezahlt, es gibt zu wenig Personal für zu viele To-Dos. Zudem wird ein Großteil dieser Aufgaben auch heute noch Frauen als angeborenes Talent zugeschrieben. Neben dem Vollzeitberuf in einer Doppelverdiener-Familie oder als Alleinerziehende einen Haushalt zu managen, führt zu einem dauerhaft erhöhten #MentalLoad. Die Folge: Überlastung. Was hilft? Das Verständnis eines gemeinsamen Haushaltes, den man zusammen organisiert, sowohl ausführend als auch planend.

Oder aber die Weitergabe der Carearbeit: An die Erzieher*Innen in der Kita, den Reinigungsdienst, die Babysitter, die Altenpflege im Heim. Deren immer steigende Verantwortung in unserer Gesellschaft sollte entsprechend honoriert werden, finanziell und emotional. Denn ohne die Krankenpfleger*innen, die Mitarbeiter*innen in den Kitas und alle anderen, die uns täglich unterstützen und maßgeblich an der Erziehung unserer Kinder beteiligt sind, bringen wir unsere gemeinsame Zukunft in Gefahr.

Zeit für #EqualCare

Care ist so viel mehr

Vielen Dank an Till Laßmann  für die Illustration!