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Frauengipfel des DGB Bayern

Kümmern ist weiblich?

Im letzten Jahr hat eine Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erneut in aller Deutlichkeit aufgezeigt, dass mehr Frauen als jemals zuvor weltweit erwerbstätig sind. Trotz besserer Bildung ist die Lücke zur Erwerbsbeteiligung von Männern dennoch beträchtlich. Von ei-ner tatsächlichen Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt sind wir immer noch weit entfernt. Über alle Länder hinweg, egal ob Industrienation, Schwellen- oder Entwicklungsländer, zeigen sich demnach ähnliche Muster: Frauen arbeiten verstärkt in schlechter bezahlten Bereichen und leisten Unmengen unbezahlter Familien- und Sorgearbeit. Die ILO kommt bei ihren Forschungsergebnissen auf 4 Stunden und 26 Minuten unbezahlter Arbeit, die erwerbstätige Frauen täglich zusätzlich im Haushalt und in der Familie leisten, Männer kommen hier auf nur 1 Stunde und 48 Minuten. Das ist der Durchschnitt in 41 untersuchten Ländern, darunter alle EU-Staaten. Durch dieses hohe Maß an Sorgearbeit bleibt für Frauen oftmals keine Zeit für Weiterbildung und eigene Interessen. Zeit für Erholung oder zur freien Selbstentfaltung passt dann auch meist nicht mehr in den 24-Stunden-Tag.

Ist Kümmern weiblich, weil Frauen per se fürsorglicher und warmherziger sind? Solche Geschlechterklischees engen ein und sind längst überholt! Auf unserem 3. Frauengipfel fühlen wir den Ursachen und Auswirkungen dieser ungleichen Verteilung der Sorgearbeit auf den Zahn.

Programm:

10:00 Uhr
Get together

10:30 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Martha Büllesbach, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik DGB Bayern

10:40 Uhr
Grußwort
Hildegund Rüger, Präsidentin Bayerischer Landesfrauenrat

10:50 Uhr
Mal Mär, mal wenigEr
Sketch von RigoL (Emmeran Heringer) & tOrF (Stefan Pillokat)

11:15 Uhr
Hauptreferat
Dr. Christina Klenner, Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES) Berlin

12:00 Uhr
Mittagspause

13:00 Uhr
Diskussionsrunde mit:

  • Dr. Verena Di Pasquale, stv. Vorsitzende DGB Bayern
  • Dr. Christina Klenner, INES-Institut Berlin
  • Andro Scholl, Bezirksjugendsekretär DGB Bayern
  • Hedwig Schouten, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nürnberg
  • Bettina Rödig, Betriebsrätin, Vorsitzende ver.di Jugend Bayern
  • Input und Moderation: Silke Raab, DGB Bundesvorstand

14:30 Uhr
Resolution Kommunalwahl und 5. Un-Gleichstellungspreis „Schwarze Petra“
Bettina Messinger, Vorsitzende Bezirksfrauenausschuss DGB Bayern

15:00 Uhr
Ende des DGB-Frauengipfels


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