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Wir machen unbezahlte Familienarbeit sichtbar!

Waschen, Einkaufen, Kinder betreuen, Putzen, Kochen, Angehörige pflegen – auf diese unbezahlte Care-Arbeit verwenden Frauen nach wie vor deutlich mehr Zeit als Männer. Wenn sie dafür ihre Erwerbsarbeit verringern, kann sich das nachteilig auf die Berechnung ihrer späteren Rente auswirken. Selbst Frauen, die genauso in Vollzeit arbeiten wie ihre Partner, übernehmen einen größeren Teil der Hausarbeit, Pflege und Kinderbetreuung.

Der Equal Care Day erinnert uns daran, dass zu einer echten Gleichstellung nicht nur die Gleichstellung im Beruf, sondern auch die Gleichstellung bei den privaten Care-Aufgaben gehört.

Der Equal Care Day erinnert uns auch daran, dass gelingende Sorgearbeit angemessen viel Zeit benötigt. Deswegen treten wir für eine Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit ein.
Veränderung ist möglich: Einigen Paarfamilien gelingt eine mehr oder weniger ausgeglichene Aufteilung der Care-Arbeit. Für Väter wird es immer mehr zur Selbstverständlichkeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. Besonders was die Hausarbeit angeht, fallen allerdings viele Paare mit Geburt des ersten Kindes in traditionelle Rollenmuster. Hier gehen häufig die innere Einstellung und das tatsächliche Verhalten weit auseinander.
So viel zur Theorie. Doch wie sieht das eigentlich bei mir zu Hause aus: wieviel Prozent der unbezahlten Care-Arbeit leiste ich in unserem Haushalt? Und welchen Anteil der Erwerbsarbeit übernehme ich? Diese Fragen dürfen sich alle stellen, die am 29. Februar 2020 zwischen 11 und 14 Uhr an unserem Stand am Freiburger Rathausplatz vorbeikommen. Alle dürfen ihre eigene Zahl in ein buntes Diagramm eintragen – und gerne auf dem Heimweg noch ein wenig darüber nachsinnen.

Organisation: Care Revolution, Freiburger Regionalgruppe
Mailkontakt: care-revolution-freiburg@riseup.net