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Ulla Schmidt, MdB

„Raus aus der Unsichtbarkeit – Fürsorge muss gleichberechtigt sein“

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, das sagt Art. 3, Abs. 2 unseres Grundgesetzes. Seit 1949, also seit 70 Jahren, ist dies in unserer Verfassung verankert. Seit hundert Jahren wählen Frauen und Männer in unserem Land gleichermaßen ihre parlamentarischen Vertreterinnen und Vertreter. Und doch ist eine echte Gleichberechtigung bei der Verteilung von Fürsorgearbeit, von Pflege und von Betreuung immer noch nicht hergestellt. Immer noch übernehmen Frauen in einem Jahr so viel „Care-Arbeit“ für ihre Kinder, Familien, Eltern wie es Männer rein rechnerisch in vier Jahren tun.

Deshalb freue ich mich, dass der EqualCareDay die Fürsorgearbeit raus aus der Unsichtbarkeit nimmt. Nur wenn wir immer wieder auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von „Care-Arbeit“ aufmerksam machen, kann ein Wandel im Bewusstsein der Menschen eintreten. Deshalb ist es schon immer Ziel von sozialdemokratischer Gleichstellungspolitik, gleichwertige Lebensweisen von Frauen und Männern zu fördern.“

Ulla Schmidt
Ulla SchmidtPolitikerin, Mitglied des Bundestages
Seit 2012 setzt sie sich als Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben der Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.